Unterversicherung kann fatale Folgen haben

Geschrieben von am 19. April 2010

Überprüft man nicht regelmäßig die Deckungssummen seiner unterschiedlichen Versicherungspolicen, dann trifft einen im Schadensfall sprichwörtlich der Schlag. Wenn nämlich der Sachwert die Versicherungssumme übersteigt, dann ist von einer Unterversicherung die Rede. Versichert ist dann nur ein Teil des eigentlichen Wertes und die Versicherung muss nicht für den gesamten Schaden aufkommen – der finanzielle Ruin ist dann nicht mehr weit.

Vor allem im Bereich der Hausratversicherung ist der Begriff „Unterversicherung“ sehr geläufig. Bei dieser Versicherungsart entscheidet nämlich der Versicherungsnehmer, zu welcher Versicherungssumme er seinen Haushalt versichern möchte. Tritt der Schadensfall ein, prüft der Versicherer den Wert der versicherten Sachen am Schadenstag. Wenn diese tatsächliche Schadenssumme höher ist als die Versicherungssumme, dann ist der Tatbestand der Unterversicherung erfüllt. In der Praxis heißt das, dass der Versicherer den Schaden nicht voll ersetzen muss. Er muss lediglich für den entsprechend versicherten Anteil aufkommen.

Zur Verdeutlichung: Beträgt der Wert des Hausrates 50.000 Euro und liegt die Versicherungssumme bei 25.000 Euro und ist ein Schaden von 10.000 Euro entstanden, dann muss die Versicherung auch nur die Hälfte des Schadens, also 5.000 Euro tragen. Begründet ist dies damit, dass ja der gesamte Hausrat nur mit 50 Prozent versichert ist.

Um diese Unterversicherung zu vermeiden, bieten die meisten Versicherer ihren Kunden einen Schutz gegen Unterversicherung. In diesem Fall wird die Versicherungssumme nach den Wohnquadratmetern berechnet. Je nach Versicherungsgesellschaft setzt man dabei eine Summe von 600 bis 750 Euro Versicherungssumme pro Wohnquadratmeter an. Da dies aber nicht schon seit vielen Jahren so gehandhabt wird, sollte man seine bestehende Hausratversicherung umgehend prüfen und ggf. den Versicherungsschutz anpassen.

Jedoch kommt die Unterversicherung nicht nur bei der Hausratversicherung vor, denn auch in der Wohngebäude-Versicherung tritt sie schnell ein. Auch hier gibt es einen Schutz gegen Unterversicherung. Grundsätzlich sollte man sich aber nicht blind auf derartige Berechnungsformeln verlassen. Es ist immer empfehlenswert, den Wert der eigenen Sachen genau zu prüfen und regelmäßig anzupassen. So kann man sich zu hohe Versicherungsprämien bei einer Überversicherung und Ärgern im Schadensfall bei einer Unterversicherung sparen.


Kategorie / Thema: Allgemein, Hausratversicherung
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