Hausratversicherung statt Handyversicherung

Geschrieben von am 21. November 2011

Das Handy ist des Deutschen bester Freund, wird es doch für vielfältige Situationen zwingend benötigt. Ob man für den Chef erreichbar sein oder sich mit Freunden verabreden will, auf das Mobiltelefon will heute niemand mehr verzichten. Dabei geht es immer seltener um die ursprünglichen Funktionen, die ein Handy erfüllen muss, wie das Telefonieren. Immer wichtiger wird das Handy heute als Statussymbol. Wer kein Smartphone sein Eigen nennt, der ist nicht auf der Höhe der Zeit. Gerade diese Modelle sind oft recht kostenintensiv und werden auch nur bedingt beim Vertragsabschluss mit einem Mobilfunkanbieter subventioniert.

Da erscheint es vielen Handynutzern sinnvoll, die vielfach angepriesenen Handyversicherungen abzuschließen. Test.de hat die Policen genauer unter die Lupe genommen, die Ergebnisse sind ernüchternd, denn statt der Handyversicherung kann man auch einfacher und günstiger auf die Hausratversicherung setzen.

Hohe Kosten, geringe Leistungen

Die Handyversicherung kann wahlweise direkt bei einem Versicherer abgeschlossen werden oder beim Händler, der einen entsprechenden Schutz anbietet. Sie ist in der Regel auf maximal drei Jahre begrenzt, wer sein Handy also länger nutzen will, muss das Risiko dann selbst tragen.

Der Ersatz bei verlorenem oder gestohlenem, bei beschädigtem oder zerstörtem Handy ist dabei unzureichend. Lediglich im ersten Jahr wird der volle Kaufpreis als Ersatzleistung angesetzt, ab dem zweiten Jahr sind es je nach Tarif nur noch 60 bis 80 Prozent. Dabei halten die meisten Versicherungsgesellschaften sich ein Hintertürchen offen: Es steht nämlich dem Versicherer frei, ob er dem Kunden Bargeld auszahlt oder ein Ersatzgerät stellt. Und gerade in letzterem Fall muss es sich bei dem Ersatzgerät nicht einmal um ein neues Handy handeln, es kann auch ein gebrauchtes Modell zur Verfügung gestellt werden. Nicht einmal das gleiche Modell muss dem Verbraucher dabei zur Verfügung gestellt werden.

Zahlreiche Ausschlüsse in der Handyversicherung

Ein weiteres Manko, das im Test aufgedeckt wurde, sind die zahlreichen Ausschlüsse, die bei Handyversicherungen gelten. So darf das Handy auch nicht kurzzeitig aus den Augen gelassen werden. Schon das Verleihen an Freunde für ein kurzes Telefonat kann zum Ausschluss einer Leistung führen.

Diebstahl aus verschlossenen Räumen oder dem Kofferraum des PKW ist ebenfalls nur unter bestimmten Umständen versichert. Gleiches gilt, wenn das Handy etwa durch schlechtes Wetter zu Schaden kommt. Denn Witterungsbedingungen sind meist von vornherein nicht abgesichert. Die normale Abnutzung, der Schaden von Verschleißteilen und Co. führen ebenfalls nicht zu einer Leistung.

Hausratversicherung sinnvoller

Wer sich also mit dem Gedanken trägt, das neue Handy über eine spezielle Handyversicherung abzusichern, der kann diesen gleich wieder verwerfen. Bei Diebstahl und Vandalismus in der heimischen Wohnung, sowie beim Diebstahl aus dem abgeschlossenen Auto ist das Handy auch über die ganz banale Hausratversicherung abgesichert. Hier muss keine zusätzliche Police abgeschlossen werden, bei der häufig hohe Selbstbeteiligungen gelten.


Kategorie / Thema: Allgemein, Hausratversicherung, Nachrichten
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