Elementarschäden in der Hausratversicherung

Geschrieben von am 30. Januar 2012

Die Hausratversicherung gilt heute als eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Das haben mittlerweile auch die Verbraucher erkannt und so hat fast jeder Haushalt eine solche Versicherung. Sie schützt den Versicherungsnehmer unter anderem gegen Schäden durch:

•    Leitungswasser
•    Brand
•    Blitzschlag
•    Hagel
•    Explosion
•    Einbruchdiebstahl
•    Vandalismus

Weitere Schäden lassen sich durch zusätzliche Bausteine absichern. So kann das Fahrrad beispielsweise gegen Diebstahl abgesichert werden, auch wenn es sich außerhalb des abgeschlossenen Kellers befindet, der zur Wohnung zählt. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn oftmals greift der Versicherungsschutz nicht zwischen 22 Uhr am Abend und sechs Uhr am Morgen. Auch Überspannungsschäden, die weitaus häufiger zu Beschädigungen an elektrischen Geräten führen als der Blitzschlag selbst, sind gegen Aufpreis versicherbar. Zusätzlich können sich Verbraucher gegen Elementarschäden versichern.

Was sind Elementarschäden?

Als Elementarschäden werden vorwiegend Schäden bezeichnet, die durch die Natur entstehen. Dazu zählen etwa:

•    Hochwasser
•    Erdbeben
•    Erdrutsch
•    Erdsenkung
•    Lawinen
•    Schneedruck

Diese Absicherung ist wiederum mit Mehrkosten versehen, kann im Ernstfall aber erhebliche finanzielle Einbußen vermeiden helfen. In der Regel kann der Elementarschadenschutz in der Hausratversicherung allerdings nur mit einer Selbstbeteiligung eingeschlossen werden. Diese liegt meist bei zehn Prozent der Versicherungssumme, oftmals sind das etwa 1.000 Euro. Ohne Selbstbeteiligung bietet kaum eine Hausratversicherung den Schutz vor Elementarschäden an.

Schwierige Absicherung, je nach Wohnlage

Schwierig kann der Einschluss von Elementarschäden aber dennoch werden. Denn gerade bei Hochwasser scheuen sich die Versicherungen mitunter vor der Einräumung des Versicherungsschutzes. Das liegt daran, dass einige Regionen sehr stark durch Hochwasser gefährdet sind, wodurch den Versicherern das Risiko zu hoch ist. Nicht jeder Versicherungsort wird also versichert.

Deutschland ist dabei insgesamt in vier Hochwasserzonen eingeteilt. Zone 1 steht für Regionen, in denen statistisch alle 200 Jahre Hochwasser auftritt. Hier ist der Versicherungsschutz recht günstig zu erhalten. Etwas teurer, wird es in Zone 2, wo einmal alle 50 bis 200 Jahre ein Hochwasserschaden auftritt. Zone 3 ist deutlich stärker gefährdet, alle zehn bis 50 Jahre ist diese Zone von Hochwasser betroffen. Die Risikozuschläge in der Elementarschadenversicherung sind sehr hoch. Zone 4 schließlich besagt, dass es alle zehn Jahre zu Hochwasserschäden kommt. Diese Region gilt bei den Versicherern als nicht versicherbar.

Verbraucherschützer empfehlen, wo es möglich ist, die Elementarversicherung in jedem Fall mit abzuschließen. Dadurch können Verbraucher im Ernstfall auf die Versicherungsleistungen zurückgreifen und müssen Schäden nicht aus eigener Tasche bezahlen. Zwar sind die Mehrkosten recht hoch, doch lohnt sich der Abschluss trotzdem.

Kategorie / Thema: Allgemein, Hausratversicherung, Nachrichten
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