Auch bei der Hausratversicherung steht der Versicherte in der Pflicht

Geschrieben von am 1. Juli 2012

Als eine der wichtigsten Versicherungen gilt in Deutschland die Hausratversicherung. Sie schützt nicht nur vor Schäden am eigenen Hausrat, sondern ebenso vor Diebstahl. Doch was vielen Verbrauchern nicht bewusst ist, es gibt nicht nur Rechte, die ihnen aus der Hausratversicherung entstehen, sondern ebenso Pflichten. Und zu diesen Pflichten gehört die Sorgfaltspflicht für das eigene Hab und Gut.

Behördliche Auflagen müssen erfüllt werden

Eine der typischen Pflichten wird für viele Verbraucher in den kommenden Tagen akut: So wurde in Rheinland – Pfalz eine gesetzliche Pflicht eingeführt, die besagt, dass jeder Haushalt mit einem Rauchmelder auszustatten ist. Für Neubauten greift diese Regelung schon seit längerem, Altbauten müssen bis zum 12. Juli 2012 nachgerüstet werden.

Wer diese Nachrüstung verpasst, riskiert im Schadensfall durch einen Brand seinen Versicherungsschutz. Die Versicherung kann in diesem Fall die Leistung verweigern oder zumindest mindern.

Weitere Sorgfaltspflichten

Ebenfalls können Hausratversicherungen die Leistungen verweigern, wenn es nach einem Schlüsselverlust zum Einbruch kam. Hat der Versicherte nicht zeitnah reagiert und etwa die Schlösser ausgetauscht, so muss er sich eine Teilschuld am Schaden anrechnen lassen. Diese grobe Fahrlässigkeit mindert die Versicherungsleistung, wobei Versicherungen davon ausgehen, dass der Schlüsselverlust noch am Tag des Verlusts festzustellen ist.

Bei längerfristiger Abwesenheit von einer in der Hausratversicherung als dauerhaft bewohnt gemeldeten Wohnung liegt eine Gefahrerhöhung vor. Diese ist der Hausratversicherung entsprechend zu melden. Maximal 60 Tage Abwesenheit der Bewohner ist erlaubt. Verbraucher können diese Regelung dadurch umgehen, dass sie Freunde oder Familie ein oder zwei Nächte in der Wohnung verbringen lassen, dann beginnt die Frist aufs Neue zu laufen.

Auch kürzere Abwesenheiten können zur Gefahrerhöhung führen, wie etwa der Urlaub, der in der kalten Jahreszeit geplant ist. Sofern mit Frost zu rechnen ist, die Hausratversicherer gehen davon ab Oktober aus, muss für eine ausreichende Beheizung der Wohnung gesorgt sein. Andernfalls auftretende Frostschäden, etwa an den Wasserleitungen, können sonst von der Versicherung nicht übernommen werden.

Kategorie / Thema: Allgemein, Hausratversicherung, Nachrichten
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