Hausratsversicherung

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Diebstahl und Einbruch

Bei Einbrüchen zahlen Hausratversicherungen bis zu bestimmten Höchstgrenzen. Egal ob Einbruch, Diebstahl oder Raub die Hausratversicherung kommt für diese Schäden auf.

Diebstahl und Einbruch – die Hausratversicherung hilft

Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Einbruchs zu werden, ist in Deutschland relativ hoch, glaubt man den Einbruchstatistiken. Hauptsächlich ist die Gefahr in den Großstädten gegeben. Neben den typischen Urlaubsmonaten im Sommer zählen der Herbst und der Winter zu den bevorzugten Zeiten der Kriminellen, da die Dunkelheit früh hereinbricht. Zum Glück haben es Diebe und Einbrecher selten darauf abgesehen, den rechtmäßigen Bewohnern körperlich etwas Böses zu tun und gehen in der Regel davon aus, nicht bei ihrem Tun entdeckt zu werden. Der Verlust von Eigentum und die Schäden, die hinterlassen werden, sind aber ebenfalls ärgerlich und häufig mit hohen finanziellen Einbußen verbunden.

Einbruch und Diebstahl – es gibt Unterschiede

Zwischen Einbruch und Diebstahl gibt es klar geregelte Unterschiede. Ein Diebstahl ist rechtlich gesehen die Inbesitznahme eines Gegenstands, an welchem man nicht eigentumsberechtigt ist. Eine solche Inbesitznahme kann unter einem kriminellen Hintergrund vorsätzlich geschehen oder durch ein Versehen beziehungsweise ohne böse Absicht. In Verbindung mit einem Einbruch – Einbruchdiebstahl – ist allerdings davon auszugehen, dass ein Vorsatz bestanden hat.

Die Hausratversicherung übernimmt in einem solchen Falle die Schadensregulierung, soweit keine Fahrlässigkeit des Versicherungsnehmers festgestellt wird. Beim klassischen Einbruchdiebstahl verschafft sich der Einbrecher über die Tür oder ein Fenster mit Hilfe von Werkzeugen oder durch das Eintreten / Einschlagen derselben Zutritt zur Wohnung. Dort geht er gezielt vor und nimmt Gegenstände wie etwa Fernseher mit oder er durchwühlt alles und stiehlt die ihm dabei in die Hände fallenden Wertsachen.

Ergänzend zum Einbruchdiebstahl decken die Hausratversicherungen ebenfalls den Tatbestand des Raubes ab. Hierbei treffen Krimineller und Eigentümer des Gegenstands persönlich aufeinander. Der Eigentümer wird dabei vom Kriminellen unter Androhung von Gewalt zur Herausgabe des Gegenstands aufgefordert. Die Versicherung sieht in dem Falle nur bei einer bedrohlichen Lage für den Versicherungsnehmer oder einer offensichtlichen Bedrohung desselben eine Leistung vor. Vom Versicherungsumfang ausgeschlossen ist dagegen Trickdiebstahl.

Richtiges Verhalten im Schadensfall

Wurde man Opfer eines Einbruchs, sitzt der Schreck tief. Manchmal bemerkt man es nicht einmal sofort. Professionelle Einbrecher können durchaus spurlos in ein Haus eindringen und auch darin keine Spuren hinterlassen. Stellenweise wird ein Einbruchdiebstahl Stunden oder Tage später bemerkt, weil plötzlich beim Zurechtmachen für den Theaterbesuch die Goldkette in der Schatulle fehlt oder man erst jetzt in den Keller gegangen ist.

Wurde ein Einbruch festgestellt, lässt man alles so, wie es ist und informiert unverzüglich die Polizei. Das ist eine Bedingung, die der Versicherungsnehmer für die Schadensregulierung über die Hausratversicherung zwingend erfüllen muss. Die Erstattung einer Anzeige und die Aufnahme eines Protokolls erlauben auch die Identifizierung des Eigentums, sollten später die Sachen bei einer Sicherstellung von Diebesgut wieder auftauchen.

Nach der Anzeigenerstattung nimmt man Kontakt mit seiner Hausratversicherung auf. Die Information an die Versicherung sollte zeitnah, also innerhalb weniger Tage, erfolgen. Eine telefonische Schadensmeldung ist vorab ausreichend. Die schriftliche Meldung darf trotzdem nicht vergessen werden. Anzeigenerstattung und Schadensmeldung sind kein Anlass zu Aufräumarbeiten. Bevor man damit beginnt, sollten sowohl Polizei als auch Versicherung ihr Einverständnis dazu gegeben haben. Besonders für die Polizei ist ein unberührter Tatort zur Spurensicherung von großer Wichtigkeit.

Zu erwartende Entschädigung an Grenzen gebunden

Die Entschädigungsleistung der Hausratversicherung ist begrenzt. Sie richtet sich nach dem gewählten Tarif. Vielfach ist bei 20.000 Euro Schluss, selbst wenn sich die tatsächliche Versicherungssumme höher bemisst. Wurden ungesicherte Wertsachen gestohlen, liegt die Grenze in vielen Fällen bei 500 Euro. Im Gegenzug dazu wird aber nicht nur der entwendete Hausrat ersetzt, sondern ebenfalls die Kosten, die zur Beseitigung der Schäden notwendig sind, sofern sie einwandfrei als Einbruchsspuren nachgewiesen sind.